Wer auf meiner Website landet, fragt sich oft ziemlich schnell: Warum macht sie eigentlich so viele unterschiedliche Dinge? Hier gibt es Ideen für Kindergeburtstage, DIY-Projekte, Erinnerungsschmuck, kreative Produkte, Workbooks – und inzwischen auch Texte über Mamasein, ADHS und Neurodivergenz.
Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht wie eine bunte Mischung. Lange habe ich selbst genau das gedacht. Ich habe mich gefragt, warum ich mich nicht einfach auf ein Thema festlegen kann. Warum mein Kopf ständig neue Ideen produziert. Warum ich nie nur bei einer Sache bleibe, sondern innerlich oft schon wieder drei Schritte weiter bin.
Ich dachte lange, genau das sei mein Problem. Heute sehe ich es anders.
Meine Website hat nicht zu viele Themen. Sie zeigt ziemlich ehrlich, wie mein Kopf funktioniert: Nicht gradlinig, nicht geschniegelt, nicht perfekt sortiert in eine kleine Business-Schublade. Sondern: vollbunt. Und vielleicht liest du das hier gerade, weil du dich in genau diesem Gefühl wiedererkennst. In diesem inneren Hin- und Herspringen. In den vielen Ideen. In dem Wunsch, endlich „klarer“ zu sein. In der ständigen Frage, warum andere scheinbar so viel fokussierter sind. Dann ist dieser Artikel vielleicht auch für dich. Denn ich möchte dir nicht nur meine Geschichte erzählen. Ich möchte dir zeigen, warum Vielseitigkeit nicht automatisch Orientierungslosigkeit bedeutet. Warum ein voller Kopf nicht einfach nur Chaos ist. Und warum es manchmal einen großen Unterschied macht, sich nicht länger zu fragen:
„Was stimmt nicht mit mir?“ sondern: „Wie funktioniere ich eigentlich wirklich?“
Hinweis:
Dieser Artikel ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung. Er soll vor allem zum Nachdenken, Wiedererkennen und besseren Verstehen anregen.
Sobald man ein eigenes Projekt oder Business aufbaut, hört man irgendwann denselben Rat: „Du musst dich klar positionieren.“ Ein Thema. Eine Zielgruppe. Ein Produkt. Eine Lösung. Ich verstehe, warum das gesagt wird. Ich habe selbst mehrere Ausbildungen und Weiterbildungen im Marketingbereich gemacht. Ich kenne die Regeln. Ich weiß, wie Positionierung funktioniert, wie Zielgruppen definiert werden und wie wichtig Klarheit im Marketing ist.
Meine Zielgruppe war für mich sogar ziemlich schnell klar: kreative Mamas, die im Alltag oft überrollt werden, ihre Farbe verloren haben und wieder mehr zu sich selbst, zu ihrer Kreativität und ihren Stärken finden möchten. Das Problem war nie die Zielgruppe. Das Problem war die Frage nach dem einen Produkt. Dem einen Thema. Der einen klaren Richtung. Genau darum bin ich jahrelang gekreist. Nicht, weil ich nichts umsetzen wollte. Nicht, weil ich unfähig gewesen wäre. Sondern weil sich dieses glatte, enge Konzept für mich nie echt angefühlt hat. Sobald ich dachte, jetzt habe ich es gefunden, kam schon die nächste Idee. Die nächste Verbindung. Der nächste kreative Funke. Das nächste Thema, das genauso sehr zu mir gehörte. Früher habe ich das als Schwäche gesehen. Heute weiß ich: Meine Vielseitigkeit ist kein Fehler. Sie ist ein Teil von mir.
Vielleicht kennst du das auch. Vielleicht hast du mehrere Interessen, mehrere Begabungen, mehrere Herzensthemen. Vielleicht wurde dir schon oft vermittelt, dass du dich entscheiden musst, um „ernst genommen“ zu werden. Aber manchmal ist das Problem nicht, dass du zu viele Themen hast. Sondern dass du versuchst, dich in ein Modell zu pressen, das zu eng für dich ist.
Die wichtigere Frage lautet oft nicht: „Warum kann ich mich nicht endlich festlegen?“ sondern: „Was verbindet all meine Themen eigentlich miteinander?“ Genau dort beginnt oft echte Klarheit.
Manche Menschen denken wie eine gerade Straße: Schritt für Schritt, logisch, sauber sortiert. Mein Kopf fühlt sich eher an wie ein bunter Marktplatz voller Ideen. Während ein Gedanke noch da ist, klopfen schon drei neue an. Da entsteht gleichzeitig eine Bastelidee für Kinder, ein Gedanke für ein Workbook, eine Schmuckidee, ein emotionaler Impuls für einen Blogartikel und irgendwo dazwischen eine neue Verbindung, die plötzlich alles miteinander verknüpft. Das ist manchmal wunderschön und manchmal unglaublich anstrengend. Denn diese Art zu denken bringt nicht nur Kreativität mit sich, sondern oft auch Unruhe, Sprunghaftigkeit und Überforderung. Lange dachte ich, andere können einfach besser „normal“. Ich habe mich oft gefragt, warum andere scheinbar klarer wirken. Fokussierter. Strukturierter. Konsequenter. Heute weiß ich: Genau diese Art zu denken ist auch die Quelle meiner Kreativität.
Viele Menschen mit ADHS oder allgemein mit Neurodivergenz erleben ihr Denken nicht linear. Es entstehen schnelle Verknüpfungen, ungewöhnliche Ideen und intensive Wahrnehmungen. Was im Alltag anstrengend sein kann, ist oft gleichzeitig die Grundlage für Kreativität, Empathie und besondere Lösungswege.
Vielleicht brauchst du nicht mehr Disziplin, sondern ein passenderes Verständnis
Viele Frauen, darunter auch ich, glauben lange, sie seien einfach zu unstrukturiert, zu sprunghaft oder zu wenig diszipliniert. Aber manchmal stimmt dieses Urteil gar nicht. Manchmal arbeitet dein Kopf einfach nicht nach dem Prinzip „eins nach dem anderen“, sondern eher nach dem Prinzip „alles ist miteinander verbunden“. Das fühlt sich im Alltag schnell chaotisch an. Aber es kann auch eine enorme Stärke sein, wenn du lernst, es besser zu verstehen.
Fragen zur Selbstreflexion:
Hinweis:
Nicht jede kreative Vielseitigkeit oder innere Unruhe bedeutet automatisch ADHS. Aber wenn du dich stark wiedererkennst, kann es hilfreich sein, dich mit dem Thema näher zu beschäftigen.
Der Name vollbunt kommt übrigens nicht aus einem Marketing-Workshop oder einer cleveren Branding-Idee. Er kommt direkt aus meiner Kindheit – und wenn ich heute darüber nachdenke, passt er eigentlich perfekt zu mir. Meine Eltern haben mich schon damals so genannt, weil ich ein besonderes Talent dafür hatte, überall vollbuntes Chaos zu hinterlassen. Wenn ich malen wollte, dann sofort. Ideen mussten einfach raus – ganz egal, ob gerade Papier in der Nähe war oder nicht. Also lief ich auch schon mal mit dem Pinsel durch die Wohnung und hinterließ meine kreativen Spuren an Orten, die dafür eigentlich nie gedacht waren. Meine Socken passten selten zusammen, meine Kleidung oft auch nicht. Kariert mit gestreift? Warum nicht. Farben durften sich bei mir schon immer begegnen, genau wie Ideen, Gefühle und Eindrücke.
Was damals oft einfach nur chaotisch wirkte, verstehe ich heute ganz anders. Es war nie bloß Unordnung. Es war Neugier. Es war Kreativität. Es war dieser tiefe innere Drang, Dinge auszuprobieren und sofort ins Tun zu kommen. Wenn mich etwas wirklich begeistert, kann ich bis heute stundenlang darin versinken. Ich tauche komplett in meine Website ein, verliere mich in neuen Produktideen oder sitze stundenlang an der Schmuckherstellung, solange etwas entsteht. Dann vergesse ich die Zeit. Gleichzeitig verlieren Dinge, die sich für mich leer, monoton oder sinnlos anfühlen, oft sehr schnell meine Aufmerksamkeit. Genau das begleitet mich schon mein ganzes Leben.
Schon als Kind war mein Kopf ein einziger Ideentopf. Ich wollte bauen, malen, basteln, nähen, schreiben und ausprobieren. Kaum war eine Idee da, wartete in meinem Kopf oft schon die nächste. Die Schwierigkeit war dabei nie fehlendes Interesse. Viele kreative Dinge brauchen Zeit – und genau das war oft mein Knackpunkt. Nicht, weil mir etwas nicht wichtig war, sondern weil mein Kopf längst schon wieder neue Verbindungen geknüpft hatte. Heute würde man vieles davon wahrscheinlich als typisch für ein ADHS-Gehirn oder allgemein für eine neurodivergente Denkweise beschreiben: ein Kopf, der schnell denkt, ständig neue Ideen produziert und selten wirklich still ist. Damals hatte ich dafür keine Worte. Heute weiß ich: vollbunt war nie nur ein Spitzname. Es war schon immer meine Art, die Welt zu sehen.
Was wir als Erwachsene oft an uns kritisieren, war in uns manchmal schon sehr früh sichtbar. Nicht als Fehler, sondern als Wesenszug.
Vielleicht lohnt es sich, zurückzuschauen:
Manchmal beginnt Selbstverständnis genau dort.
Von außen wirkt es oft so, als würden Menschen mit vielen Ideen sich nicht entscheiden können. Als würden sie ständig abbrechen, wechseln oder nicht konsequent genug sein. Aber oft stimmt das nicht. Oft ist da nicht zu wenig Interesse – sondern zu viel gleichzeitig. Nicht zu wenig Tiefe – sondern zu viele innere Verknüpfungen auf einmal. Nicht Gleichgültigkeit – sondern eine andere Art von Wahrnehmung. Das zu verstehen, kann unglaublich entlastend sein.
Als ich Mama wurde, hat sich mein Leben komplett verändert. Zu den vielen Ideen kamen plötzlich Verantwortung, Mental Load, Reizüberflutung, Organisation und das Gefühl, ständig für alles zuständig zu sein. Irgendwann stand da diese Frage:
Mama oder ADHS?
Denn natürlich ist der Alltag mit Kindern fordernd. Gleichzeitig gibt es Momente, in denen ich spüre: Es ist nicht nur das Mamasein. Wenn Struktur sich regelrecht entzieht. Wenn Prioritäten setzen unglaublich viel Kraft kostet. Wenn mein Kopf gleichzeitig überfüllt und trotzdem ungreifbar ist.
Gerade bei Frauen bleibt ADHS oft lange unerkannt. Viele funktionieren nach außen. Sie sind angepasst, leistungsfähig, organisiert genug, um irgendwie mitzuhalten. Sie entwickeln Strategien, um ihre Schwierigkeiten zu kaschieren. Erst mit Kindern, mehr Verantwortung und steigender mentaler Belastung geraten diese Strategien oft ins Wanken. Genau deshalb ist die Frage „Mama oder ADHS?“ für viele Frauen so wichtig. Denn oft ist es eben kein Entweder-oder. Oft ist es eine Mischung aus beidem: dem fordernden Alltag im Mamasein und einer eigenen neurodivergenten Art zu denken, zu fühlen und zu funktionieren.
Wenn du struggelst, bist du nicht automatisch schlecht organisiert
Viele Mütter bewerten sich hart. Sie glauben, sie seien einfach nicht belastbar genug, nicht strukturiert genug, nicht diszipliniert genug. Aber vielleicht trägst du gerade einfach sehr viel. Und vielleicht funktioniert dein Nervensystem anders, als du es lange über dich geglaubt hast. Beides darf gleichzeitig wahr sein: Mamasein ist fordernd und manche Herausforderungen gehen tiefer. Allein diese Unterscheidung kann entlastend sein.
Bevor ich mich intensiver mit ADHS beschäftigt habe, war ich selbst nie besonders auffällig. Mein Lebenslauf wirkte eher unverdächtig: Schule, Abitur, Ausbildung, Auslandsaufenthalt, Studium. Von außen betrachtet ziemlich geradlinig. Trotzdem war da oft dieses diffuse Gefühl, nicht ganz an meinem Platz zu sein. Nicht genau zu wissen, was ich wirklich will. Also habe ich mich häufig angepasst, Erwartungen erfüllt und Dinge getan, die vernünftig wirkten, aber nicht immer wirklich meine waren. Mit meiner Tochter hat sich mein Blick verändert. Während wir begannen, ihre Themen besser zu verstehen, tauchte irgendwann auch die Frage nach ADHS auf. Es folgten Gespräche, Diagnosen, Arzttermine und viel Recherche. Und während ich las, verstand ich plötzlich nicht nur sie besser. Ich begann auch, mich selbst in vielem wiederzuerkennen. Das war ein wichtiger Moment. Denn plötzlich waren viele Dinge nicht mehr einfach nur chaotisch, anstrengend oder unlogisch. Sie bekamen einen Zusammenhang.
Manchmal kommt Verständnis nicht als Diagnose, sondern als Erleichterung
Es geht nicht immer darum, sich sofort ein Etikett zu geben. Manchmal ist der erste wichtige Schritt einfach nur dieser: Dinge bekommen einen Zusammenhang. Was vorher chaotisch, widersprüchlich oder anstrengend wirkte, ergibt plötzlich Sinn. Und manchmal ist genau das der Wendepunkt: Wenn man aufhört, sich ständig zu bewerten, und stattdessen beginnt, sich zu verstehen.
Viele Mütter stellen sich im Stillen ähnliche Fragen:
Warum ist mein Kopf ständig so voll?
Warum wirken andere besser organisiert?
Warum habe ich tausend Ideen und verliere mich trotzdem im Alltag?
Warum bin ich gleichzeitig kreativ, empathisch und schnell überfordert?
Über diese Fragen wird noch immer zu wenig gesprochen. Stattdessen hören viele Frauen, sie müssten sich einfach besser organisieren, klarer priorisieren oder sich mehr zusammenreißen. Doch genau das greift oft zu kurz. Denn Neurodivergenz zeigt sich bei Frauen häufig anders, leiser und weniger offensichtlich, als viele es erwarten. Gerade im Mamasein fallen dann Dinge auf, die vorher irgendwie kompensiert werden konnten. Der Alltag wird dichter, lauter und anspruchsvoller – und plötzlich reichen die alten Strategien nicht mehr aus. Deshalb braucht es mehr ehrliche Gespräche über ADHS bei Müttern, über Mental Load, Reizüberflutung, kreative Denkweisen und die Frage, wie sich neurodivergente Frauen im Familienalltag wirklich fühlen. Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte überhaupt.
Du musst nicht erst völlig zusammenbrechen, um dich ernst zu nehmen
Viele Frauen erlauben sich erst dann, genauer hinzuschauen, wenn gar nichts mehr geht. Aber du darfst dich auch schon vorher ernst nehmen. Du darfst deinen Stress ernst nehmen. Deine Reizüberflutung. Deine Erschöpfung. Deine Verwirrung. Deine Fragen. Nicht erst, wenn es „schlimm genug“ ist.
Hinweis:
Wenn du dich in vielen Punkten wiedererkennst, kann es hilfreich sein, dich weiter zu informieren oder mit einer fachkundigen Person darüber zu sprechen.
Meine Kindergeburtstags-Bundles sind genau aus diesem vollbunten Denken heraus entstanden.
Irgendwann habe ich gemerkt, dass viele Eltern vor demselben Problem stehen: Sie möchten ihren Kindern einen besonderen Geburtstag ermöglichen, haben im Alltag aber kaum Zeit, stundenlang nach Spielen, Deko und kreativen Ideen zu suchen. Bei mir ist es oft umgekehrt. Ideen sind selten Mangelware. Meist sind eher zu viele da. Also habe ich angefangen, sie zu sammeln, zu strukturieren und daraus etwas zu machen, das anderen Familien hilft. So entstanden meine Bundles: aus Kreativität, Alltagserfahrung und dem Wunsch, etwas Schönes und Praktisches miteinander zu verbinden.
Das ist etwas, das ich selbst erst lernen musste: Was dich im Alltag manchmal herausfordert, kann gleichzeitig genau das sein, womit du anderen hilfst.
Deine Sensibilität. Dein Ideenreichtum. Dein Blick für Details. Deine Fähigkeit, Dinge zu verbinden.
Erinnerungsschmuck – wenn Emotionen sichtbar werden
Ein weiterer wichtiger Bereich auf meiner Seite ist der Erinnerungsschmuck. Dabei geht es für mich nicht nur um Schmuck. Es geht um Emotionen, um Verbundenheit und um Erinnerungen, die wir nicht einfach loslassen können.
Viele Menschen mit ADHS erleben Gefühle intensiv. Momente, Beziehungen und Erinnerungen prägen sich oft tief ein. Genau deshalb berührt mich Erinnerungsschmuck so sehr. Er macht etwas sichtbar, das sonst kaum greifbar ist: einen Moment, eine Verbindung, ein Gefühl. Ein Haar, ein Stoffstück, eine Blüte oder Muttermilch wird zu etwas Bleibendem. Zu einem kleinen Stück Erinnerung, das man bei sich tragen kann. Für mich ist das eine besondere Form von Kreativität – weil sie nicht nur etwas Schönes erschafft, sondern Gefühle sichtbar macht.
Auch emotionale Tiefe ist eine Form von Stärke
In einer Welt, die oft Tempo, Funktionieren und Effizienz belohnt, wirken tiefe Gefühle schnell wie etwas Anstrengendes. Aber vielleicht sind sie nicht nur belastend.
Vielleicht machen sie dich auch besonders aufmerksam, berührbar und verbunden. Nicht alles, was intensiv ist, ist zu viel. Manches ist einfach nur tief.
Statementschmuck – zeig dein Bunt
Ein weiterer Herzensbereich auf meiner Website ist mein Statementschmuck „Zeig dein Bunt“. Dabei geht es für mich um weit mehr als ein schönes Accessoire. Es geht um Ausdruck. Um Sichtbarkeit. Um Persönlichkeit. Und manchmal auch um den Mut, endlich nicht mehr leiser sein zu müssen.
Gerade Menschen mit ADHS oder einer neurodivergenten Art zu denken haben oft früh gelernt, sich anzupassen. Nicht aufzufallen. Nicht zu laut zu sein. Nicht zu intensiv zu fühlen. Nicht „zu viel“ zu wirken. Viele von uns kennen dieses innere Kleinmachen.
Das Gefühl, sich ständig sortieren, erklären oder zurücknehmen zu müssen. Genau deshalb ist mein Statementschmuck für mich so etwas Besonderes.
Er darf sichtbar machen, was lange vielleicht eher versteckt wurde: deine Farben, deine Persönlichkeit, deine Tiefe, deine Kreativität, dein Anderssein.
Mein Schmuck steht für den Gedanken: Du darfst dein Bunt zeigen. Nicht angepasst. Nicht beige. Nicht glatt. Sondern echt.
Vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten eines neurodivergenten Kopfes: die Fähigkeit, Dinge intensiver wahrzunehmen. Farben stärker zu fühlen. Emotionen tiefer zu erleben. Zusammenhänge zu sehen, die andere vielleicht übersehen
Vielleicht ist dein Bunt genau das, was diese Welt braucht.
Warum ich Workbooks für Mamas entwickelt habe
Gerade im Mamasein – und oft ganz besonders bei Frauen mit ADHS oder anderer Neurodivergenz – geht im Alltag schnell etwas verloren: der Blick für die eigenen Stärken. Stattdessen bleibt häufig das Gefühl, nicht genug zu schaffen, nicht gut genug organisiert zu sein oder den eigenen Ansprüchen ständig hinterherzulaufen. Deshalb habe ich angefangen, Workbooks zu entwickeln.
Nicht, um Menschen zu optimieren. Nicht, um ADHS zu reparieren. Sondern um einen Raum zu schaffen, in dem Mamas ihren Kopf besser verstehen, ihre Stärken wieder sehen und freundlicher mit sich selbst umgehen können. Denn genau das fehlt im Alltag oft am meisten.
Selbstverständnis ist oft hilfreicher als Selbstoptimierung
Viele Angebote für Mütter zielen darauf ab, noch mehr zu schaffen, noch besser zu planen, noch effektiver zu funktionieren. Aber vielleicht brauchst du nicht noch ein System, das dich disziplinieren soll. Vielleicht brauchst du zuerst mehr Verständnis für dich selbst. Denn erst wenn du verstehst, wie du funktionierst, kannst du Wege finden, die wirklich zu dir passen.
Meine neue Blogserie: Mama oder ADHS?
Aus all diesen Gedanken entsteht jetzt auch eine neue Blogserie auf meiner Website:
Mama oder ADHS?
In dieser Serie möchte ich über Situationen sprechen, die viele Mütter kennen: über Chaos zuhause, einen Kopf, der nie ganz still ist, über schwierige Routinen, Reizüberflutung, Kreativität, Überforderung und die Frage, warum sich manches gleichzeitig wunderschön und unglaublich anstrengend anfühlt.
Mir ist dabei besonders wichtig, ADHS nicht nur als Defizit zu betrachten. Denn ein neurodivergenter Kopf bringt nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern oft auch besondere Stärken: Kreativität, Ideenreichtum, Empathie, Spontaneität, Begeisterungsfähigkeit und ungewöhnliche Lösungswege.
Gerade im Mamasein können diese Eigenschaften etwas sehr Wertvolles sein.
Du darfst dich in deiner ganzen Widersprüchlichkeit verstehen
Vielleicht bist du gleichzeitig:
Das macht dich nicht widersprüchlich im negativen Sinn. Das macht dich menschlich. Und vielleicht auch neurodivergent. Oder einfach jemand, der viel trägt. Beides verdient Verständnis statt Härte.
Wenn du das hier liest und dich in manchen Gedanken wiederfindest, dann bist du nicht falsch. Nicht zu viel. Nicht zu chaotisch. Dein Kopf funktioniert womöglich einfach anders. Mit mehr Gedanken. Mehr Ideen. Mehr Emotionen. Mehr Farben. Und dann ist dein Leben nicht weniger richtig als das anderer. Es ist nur nicht glatt, grau und geradlinig. Sondern eben: vollbunt.
Drei Dinge, die du aus diesem Artikel mitnehmen darfst
Du darfst mehrere Interessen haben. Du darfst verschiedene Dinge lieben. Manchmal liegt die Klarheit nicht in einem einzigen Thema, sondern in dem roten Faden dahinter.
Wenn dir vieles schwerfällt, heißt das nicht automatisch, dass du zu wenig kannst. Vielleicht trägst du gerade sehr viel. Vielleicht funktioniert dein Kopf anders. Vielleicht ist beides wahr.
Du musst dich nicht erst perfekt sortieren, um dich ernst zu nehmen. Manchmal beginnt echte Veränderung genau dann, wenn du aufhörst, gegen dich zu arbeiten.
Wenn man meine Website anschaut, könnte man denken: Was hat das alles eigentlich miteinander zu tun Erinnerungsschmuck, Kindergeburtstage, DIY-Ideen, Workbooks, Blogartikel über Mamasein, ADHS und Neurodivergenz.
Für mich gehört das alles zusammen.
Der Ursprung ist immer derselbe
All diese Dinge haben denselben Ursprung: meine Art zu denken, zu fühlen und zu erschaffen. Der gleiche Kopf, der im Alltag manchmal chaotisch wirkt, entwickelt kreative Ideen. Daraus entstehen Kindergeburtstags-Bundles, emotionale Schmuckstücke, kreative Produkte und Texte über ADHS, Neurodivergenz und Mamasein. Früher dachte ich, diese Vielseitigkeit sei ein Problem. Heute sehe ich darin etwas anderes:
Echtheit.
Meine Website ist nicht unklar. Sie ist ehrlich. Sie zeigt, dass nicht alles im Leben sauber getrennt werden kann – vor allem dann nicht, wenn man kreativ denkt und neurodivergent fühlt. Vielleicht musste ich mich nie auf ein Thema festlegen. Vielleicht musste ich nur verstehen, was all meine Themen verbindet.
Und das bin ich.
Vielleicht versuchst auch du schon lange, dich kleiner, klarer, ordentlicher und „passender“ zu machen. Vielleicht glaubst du, du müsstest dich nur endlich richtig zusammenreißen. Aber vielleicht ist das gar nicht die Lösung. Vielleicht brauchst du nicht mehr Härte, nicht mehr Druck, nicht noch mehr Vergleiche. Vielleicht brauchst du zuerst Verständnis.
Für deinen Kopf.
Für deine Art zu fühlen.
Für deine Geschichte.
Für deine Art, die Welt wahrzunehmen.
Und vielleicht ist das, was lange nach Chaos aussah, in Wahrheit einfach deine ganz eigene Farbe.
Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkennst, dann bist du hier nicht zufällig gelandet. In meiner Blogserie „Mama oder ADHS?“ teile ich weitere Gedanken über neurodivergentes Mamasein, Mental Load, kreative Köpfe, Überforderung, Selbstverständnis und die Frage, wie wir freundlicher mit uns selbst umgehen können.